Es muss einen besseren Weg geben...
Cornelius Rechenberg studierte Kunststofftechnik an der Fachhochschule Rosenheim im Jahre 1971. Nebenbei arbeitete er bei Anita, einem Hersteller von Miederwaren, und begann, mit neuartigen Materialien für Brustprothesen zu experimentieren, mit dem Ziel, sie der natürlichen Brust ähnlicher zu machen. Zu dieser Zeit waren Prothesen meist Plastikbeutel, die mit Flüssigkeiten wie Öl oder Kleister gefüllt waren. Cornelius war fest davon überzeugt, dass es einen besseren Weg gab, um Brustprothesen herzustellen und machte dies schließlich zum Thema seiner Diplomarbeit.
Erste Verkaufsaktivitäten
Cornelius erkannte, dass die Silikonbrustprothese das Potential hatte, die Bedürfnisse von Frauen besser zu erfüllen und entdeckte damit eine Marktlücke zu jener Zeit. Obwohl er die Silikonbrustprothese als ein hervorragend vermarktbares Produkt positionierte, erntete er von den damaligen Marktführern lediglich Desinteresse. Mit Hilfe seines Bruders erfand er neue Herstellungsmethoden (oftmals wurden dafür die Küchenutensilien seiner Mutter zweckentfremdet), und reiste durch Deutschland, um die Amoena Brustprothesen an Sanitätshäuser zu verkaufen. Erstmals trat Amoena als Firma im September 1975 auf der Modemesse IGEDO in Düsseldorf auf. Da kein Geld für einen professionellen Messestand vorhanden war, sammelten Cornelius und seine Brüder einige alte Bauernmöbel von Bekannten. Sie verkauften sämtliche Möbel auf der Messe, aber keine einzige Brustprothese.
Durchbruch
Der große Durchbruch kam erst später, als Basko-CAMP, ein internationaler Distributeur von Gesundheitsprodukten, eine zweite Produktpräsentation anfragte. Danach gab Basko-CAMP eine Bestellung von 1000 Prothesen auf. Es wurde rund um die Uhr gearbeitet und schließlich konnte Cornelius die Bestellung rechtzeitig liefern. Ein Jahr später gründete Amoena die erste Tochtergesellschaft in Atlanta, GA und stieg damit in den US-Markt. Im Jahr 1980 war Amoena noch immer ein kleines Unternehmen, aber auf Wachstumskurs, dank Cornelius' Beharrlichkeit und Innovationsdrang.
- 1975 Firmengründung von Amoena
- 1976 Erste Verkaufsaktivitäten und Einrichtung von Produktionsräumen
- 1977 Auslieferung des ersten Großauftrages an Basko-CAMP
- 1978 Gründung der ersten Tochtergesellschaft in den USA