Susanne hat nach der Brustkrebserkrankung mit dem Malen begonnen, zuerst als Therapie. Jetzt ist es ihr Hobby und sie ist stolz auf ihren Mut- sie hat ihre erste eigene Vernissage veranstaltet.
„Heute möchte ich auch noch etwas zum Thema sich trauen schreiben.
Ja, ich denke eine Frau zu sein, die sich traut.
Mein Name ist Susanne, ich bin 57 Jahre alt und 1999 sowie im Jahr 2000 brustoperiert.
Seit jener Zeit hatte ich angefangen zu Malen, es zuerst als Therapie betrachtet, dann später - nachdem ich auch Kurse besuchte - wurde es zum echten Hobby. Dadurch wurde ich auch immer besser und durch einen Zufall erfuhr ich, dass ein Arzt Künstlern die Möglichkeit gibt, ihre Bilder in seiner attraktiven Arztpraxis auszustellen. So lud ich ihn einfach mal zum Kaffee ein (auch schon mutig). Dabei konnte er meine Bilder betrachten und sagte spontan „ ja, prima!“
Da ich es gut fand, in einer Arztpraxis „Gute-Laune-Bilder- aufzuhängen, suchte ich meine farbenfreudigsten Bilder aus und los ging es. Die Bilder sollen den Patienten doch Mut machen, denn nicht zuletzt wir Betroffenen wissen ja, wie es ist im Wartezimmer zu sitzen und wiedermal auf eine aufregende Untersuchung zu warten. Da ist eine solche Ablenkung gerade richtig.
Im Juni 2010 habe ich dann meine erste eigene Vernissage veranstaltet. Gute Bekannte und Freunde bekamen eine Einladung. Schon das Aufhängen meiner 22 positiven Bilder machte viel Freude. Natürlich musste ich ein paar Worte sprechen, davor hatte ich doch etwas Angst.Doch es ging sehr gut – wenige, aber wirkungsvolle Sätze. Zu meiner Überraschung hielt ein Professor für Farbgestaltung die Laudatio. Das Lob von ihm machte mich stolz. Mit Sekt und andere Leckereien wurde für das leibliche Wohl gesorgt. Alles kam gut an und ich fand mich mutig!“