Brustkrebs - warum?

Manche Menschen, die mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert werden, fragen sich: Warum habe ausgerechnet ich Krebs? oder: Was habe ich falsch gemacht? Zunächst einmal: An Brustkrebs zu erkranken, ist keine Frage der "Schuld" oder des falschen Handelns, und es ist auch kein unabwendbares Schicksal, in das man sich fügen muß. Die Ursachen des Brustkrebses - wie die Krebskrankheiten überhaupt - sind noch weitgehend unerforscht. Aus statistischen Erhebungen lassen sich jedoch bestimmte Risikofaktoren ableiten, die die Gefahr einer Brustkrebserkrankung erhöhen. Dies wiederum bedeutet nicht, daß jede Frau, auf die ein oder sogar mehrere Risiken zutreffen, zwangsläufig erkranken muß.

Aber: Trifft auch nur einer dieser Faktoren auf Sie zu, sollten Sie sich - zusätzlich zur monatlichen Selbstuntersuchung - unbedingt regelmäßig von Ihrem Arzt untersuchen lassen!

Erhöhte Risiken haben Frauen:

  • Deren nahe Verwandte (Mutter/Schwestern) Brustkrebs hatten
  • Die bereits früher an Brustkrebs erkrankt waren
  • Die älter als 50 Jahre sind (allgemeines Altersrisiko)
  • Die eine Problem-Mastopathie haben. Dies ist anzunehmen, wenn beim Abtasten eine besonders knotige Brustdrüsenveränderung festgestellt wurde
  • In der Mammographie zahlreiche Mikroverkalkungen gefunden worden sind
  • Oder eine operative Gewebsprobe mikroskopische Zeichen für ein erhöhtes Entartungsrisiko ergeben hat

Übrigens muß an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, daß auch Männer an Brustkrebs erkranken können. Im Vergleich zu der Zahl der betroffenen Frauen ist ihr Anteil zwar sehr gering, aber 1998 verstarben immerhin 211 Männer an diesem Tumor.