Die Strahlentherapie setzt hochenergetische Röntgenstrahlen zum Abtöten von Krebszellen und zur Tumorverkleinerung ein. Die Strahlen können von einer Maschine außerhalb des Körpers (externe Strahlentherapie) kommen oder von radioaktiv strahlendem Material (Radioisotope), das durch kleine Plastikröhrchen in den Bereich eingeführt wird (innere Bestrahlungstherapie), in dem Krebszellen gefunden wurden.
Die Chemotherapie setzt Medikamente zur Abtötung der Krebszellen ein. Chemotherapie kann über den Mund eingenommen werden, oder sie wird dem Körper zugeführt, indem man eine Nadel in eine Vene oder einen Muskel sticht. Chemotherapie wird auch "Systemische Therapie" genannt, da sich die Medikamente über die Blutbahnen im ganzen Körpers verteilen und so den Krebs an jeder Stelle des Körpers bekämpfen können.
Wenn Tests ergeben, daß die Krebszellen Östrogenrezeptoren und Progesteronrezeptoren besitzen, erhalten Sie möglicherweise eine Hormontherapie. Die Hormontherapie wird genutzt, um die Art und Weise, wie körpereigene Hormone das Krebswachstum unterstützen, zu ändern. Dies kann durch Medikamente geschehen, die die Wirkungsweise von Hormonen verändern, oder durch operative Entfernung von hormonproduzierenden Organen wie z.B. den Eierstöcken. Eine Hormontherapie mit Tamoxifen wird häufig Patienten mit einem frühen Krebsstadium verabreicht. Eine Hormontherapie mit Tamoxifen oder Östrogenen kann Zellen im ganzen Körper beeinflussen und möglicherweise Ihr Risiko, an Gebärmutterkrebs zu erkranken, erhöhen. Sie sollten Ihren Arzt jährlich zu einer Unterleibsuntersuchung aufsuchen. Jede Vaginalblutung außerhalb der Periode sollten sie schnellstens dem Arzt melden.
Auch wenn Ihr Arzt alle Tumorzellen entfernt hat, die während der Operation sichtbar waren, erhalten Sie eventuell eine Bestrahlung, eine Chemotherapie oder eine Hormontherapie, um alle Krebszellen zu zerstören, die möglicherweise im Körper zurückgeblieben sind. Eine Therapie, die nach einer Operation verabreicht wird, bei der keine Krebszellen sichtbar zurückgelassen wurden, nennt man "adjuvante" (unterstützende) Therapie.
Die biologische Therapie versucht, den Körper anzuregen, selbst gegen den Krebs zu kämpfen. Sie nutzt Material, das der eigene Körper herstellt oder das in einem Labor hergestellt wurde, um die natürliche eigene Körperabwehr anzuregen, zu lenken oder wiederaufzubauen. Biologische Therapie wird manchmal auch als Veränderung des biologischen Antwortverhaltens (englisch BRM) oder Immuntherapie bezeichnet. Diese Therapieform wird zur Zeit ausschließlich im Rahmen klinischer Studien angewandt.