Buchtipp - Kap meiner Hoffnung
Als Kinderärztin in Südafrika

Sie haben keine Lust auf Fußball, möchten sich aber trotzdem mit dem Gastgeberland Südafrika beschäftigen, dann haben wir einen besonderen Buchtipp einer treuen Amoena life Leserin für Sie:

„Verrückt vor Glück“ trotz Gehirntumor, Brustkrebs und HIV/Aids

Kap meiner Hoffnung: Als Kinderärztin in Südafrika

Seit sie denken kann, wollte Irina André-Lang Kinderärztin werden. Die heute 50-Jährige wuchs mit vier Geschwistern in einem behüteten protestantischen Elternhaus auf. 1983 lernte sie in Hannover ihren ersten Mann kennen. Doch bereits mit 28 Jahren wird Irina vom Schicksal hart getroffen: Unheilbar krank, stirbt ihr Mann an einem Gehirntumor. Verzweifelt sucht sie nach neuen Lebensaufgaben und findet sie unter anderem in der Anti-Apartheid-Bewegung der 1980er-Jahre in Deutschland.
Während mehrerer Reisen nach Südafrika verfällt sie trotz aller Schattenseiten dem Zauber und der Schönheit dieses Landes, und der Wunsch eines Tages dort zu leben wird geboren. Zehn Jahre nach dem Tod ihres Mannes - sie hat Ihre Fachausbildung als Kinderärztin beendet - bricht sie ihre Zelte in Deutschland ab, um in Südafrika neu anzufangen. Sofort wird sie mit der Not in den Kliniken konfrontiert: Viele Kinder kommen zu früh zur Welt. Die Mütter sind oft selbst noch Kinder, andere leiden an Geschlechtskrankheiten.  Und unendlich viele Frauen sind mit dem HI-Virus infiziert, der bei der Geburt auf das Kind übertragen werden kann.

Mehrmals wechselt Irina André-Lang die Region und arbeitet zum Schluss im Großraum Durban. Dort erwirbt sie sich ein Haus mit Blick auf den Indischen Ozean. Die Kinderärztin hat einen harten Arbeitstag mit zahlreichen Wochenend-Diensten. Für eine längere Beziehung bleibt kein Raum. Doch nach ihrem 44. Geburtstag entschließt sie sich, eine Kontaktanzeige aufzugeben und lernt tatsächlich ihre zweite große Liebe kennen. Doch dann wird ein bösartiger Tumor in ihrer Brust diagnostiziert – „Krebs im fortgeschrittenen Stadium“. Operation, Chemotherapie mit all nur erdenklichen Nebenwirkungen folgen. Ihr neuer Weggefährte hält zu ihr.

Heute ist sie mit ihm verheiratet, „verrückt vor Glück“ und engagiert sich im Kampf gegen HIV und Aids.

Das Buch ist ein guter Einstieg für all diejenigen, die sich bisher wenig mit Südafrika beschäftigt haben. Irina André-Lang berichtet erstaunlich offen über ihr aufregendes Leben und zieht die Leserschaft mit zahlreichen Praxisbeispielen emotional an …

Über die Autorin

Irina André-Lang, geboren 1960 in Singen, studierte Humanmedizin an den Universitäten Marburg, Heidelberg/Mannheim und Tübingen und famulierte 1984 in Südindien. Es folgte eine Ausbildung zur Fachärztin für Kinderheilkunde in Regensburg, Saarbrücken und Straubing. Sie war Mitglied der Anti-Apartheid-Bewegung in Deutschland, reiste mehrmals nach Südafrika und arbeitete dort von 1998 bis 2005 als Kinderärztin im öffentlichen Gesundheitswesen. Heute lebt sie in Südafrika.Irina André-Lang unterstützt ein Waisenkinderprojekt in Lesotho sowie den Arbeitskreis Südafrika und AIDS (SAAIDS). 

Kap meiner Hoffnung: Als Kinderärztin in Südafrika (Gebundene Ausgabe) von Irina André-Lang (Autor), Harald Rast (Autor)